Skip to content
adlicens

Aktualisiert

UGC: Original-Content, den die Brand wirklich nutzen darf

Was ist UGC?

UGC (User-Generated Content) bedeutet Video-Assets, die Creator von Grund auf für eure Brand erstellen — nicht aus eurem Material geschnitten wie beim Clipping. Bezahlt wird pro abgenommenes Asset, nicht pro Views: Ihr kauft den Content, nicht die Distribution. Deshalb zählt die juristische Seite hier noch mehr: Ein UGC-Asset ohne klare Lizenz ist eine Klage, die nur darauf wartet, zu passieren.

Wie läuft UGC auf AdLicens ab?

Eine UGC-Kampagne läuft in fünf Schritten ab:

  1. Die Brand definiert den Brief: Produkt, Blickwinkel, Format (z. B. 30–60 s, vertikal), Ton und die gewünschte Anzahl an Assets, mit Preis pro Asset.
  2. Das Budget geht ins Escrow — Creator sehen, dass das Geld existiert, bevor sie drehen.
  3. Creator liefern die Assets in der Plattform ab (nicht per E-Mail, nicht per WeTransfer).
  4. Die Brand prüft: Abnahme (die Zahlung wird automatisch ausgelöst) oder Ablehnung mit schriftlicher Begründung — die Begründungspflicht gilt auch hier, mit Einspruchsrecht.
  5. Bei Abnahme wird die schriftliche Lizenz generiert: wer was, wo und wie lange nutzen darf.

Was genau gibt euch die Lizenz?

Jedes abgenommene Asset kommt mit einem maschinenlesbaren Lizenzdokument, dauerhaft angehängt:

  • Umfang der Rechte — Nutzung in Paid Ads, auf eurer Website, auf euren eigenen Social-Kanälen;
  • Dauer — unbefristet oder befristet, je nachdem, wie die Kampagne konfiguriert ist;
  • Territorium — global oder pro Jurisdiktion;
  • Credit — ob und wie der Creator genannt wird.

Wenn sechs Monate später jemand aus dem Marketing fragt „dürfen wir den Clip noch verwenden?", ist die Antwort ein Link — kein E-Mail-Archäologieprojekt.

Für Brands: Wie schreibt man Briefs, die gute Assets produzieren?

Ein guter UGC-Brief macht vier Dinge:

  • Zeigt Beispiele: Drei Links zu Assets, die euch gefallen, sind mehr wert als drei Seiten Beschreibung.
  • Eine Botschaft pro Asset. UGC, das verkauft, ist spezifisch, nicht enzyklopädisch.
  • Fragt plattformnative Formate an (9:16 vertikal für Shorts/Reels/TikTok).
  • Definiert die Ablehnungskriterien IM Brief. Ablehnungen, die den Brief zitieren, landen nicht im Einspruch.

Für Creator: Wie kommt man durchs Review?

Durchs Review kommt man vor allem mit Präzision:

  • Liefere exakt das angeforderte Format — Dauer, Ausrichtung, Produktpräsenz.
  • Sauberer Ton > perfektes Bild. Ein Smartphone reicht; ein schlechtes Mikrofon nicht.
  • Auch bei UGC gehört die Kennzeichnung zum Liefergegenstand, wenn das Asset auf deinen eigenen Accounts gepostet wird.
  • Ein abgelehntes Asset mit schriftlicher Begründung ist eine Landkarte für das nächste: Die Begründung ist genau deshalb Pflicht, damit du daraus lernen kannst.

UGC vs. Clipping: Was solltet ihr wählen?

Clipping, wenn ihr bereits Langform-Content habt und messbare Distribution wollt (ihr zahlt für das Ergebnis). UGC, wenn ihr Assets zum Wiederverwenden braucht — in Ads, auf Landingpages, in Retail Media (ihr zahlt für das Asset, mit seinen Rechten). Viele Brands fahren beides parallel aus demselben Budget: Gutes UGC wird zum Ausgangsmaterial fürs Clipping.

Weiter: Clipping-Guide · EU-Kennzeichnung

Offene Kampagnen ansehen